Springbrunnen03-07.jpg
Die beiden Schalenbrunnen - auch Römischen Brunnen genannt - auf beiden Seiten der Ludwigstraße umgeben von den Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität  komplettieren die gelungene Anlage des Geschwister Scholl/ Prof. Huber-Platzes. Die Brunnen hatten ihre Vorbilder auf dem Petersplatz in Rom, daher rührt auch der Name. Das Brunnenbecken besteht aus Granit, die Schalen wurden aus bronziertem Eisenguss gefertigt.
Die Ludwigstraße ist eine von Münchens Prachtstraßen. Sie nimmt ihren Weg von der Theatinerkirche, der Feldherrnhalle und der Residenz auf und führt am Hofgarten, an der Münchner Universität vorbei zum Siegestor.
Dort geht die Ludwigstraße in die Leopoldstraße über, der zweiten Münchener Prachtstraße. Als Straße der Wissenschaften ist die Ludwigstraße eine der monumentalsten und großzügigsten Straßenschöpfungen des 19. Jahrhunderts. Herzog Ludwig der Reiche von Bayern-Landshut hatte 1472 die Universität in Ingolstadt gegründet. Im Jahr 1800 verlegte Kurfürst Max IV. Joseph (der spätere König Maximilian I.) von Bayern die Universität nach Landshut. Nach ihm und nach Ludwig dem Reichen trägt die Universität den Namen Ludwig-Maximilians-Universität. König Ludwig I holte 1826 die Universität nach München.
Alle Bauten stammen von Gärtner, 1835-40 errichtet. Große Gelehrte wie etwa Fraunhofer, Röntgen, Liebig, Martius, Feuerbach, Max Weber, Schelling und viele mehr, haben sie berühmt gemacht. Unvergessen sind auch die Namen der Studenten Hans und Sophie Scholl sowie von Prof. Kurt Huber, die den Widerstand gegen das Hitler-Regime im Kreis der "Weißen Rose" anführten und 1943 dafür hingerichtet wurden.
Heute ist die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München eine der führenden Universitäten in Europa. In 18 Fakultäten forschen und lehren rund 700 Professorinnen und Professoren sowie etwa 3.300 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bieten ein breites und ausdifferenziertes Spektrum aller Gebiete des Wissens von Geistes- und Kultur- über Rechts-, Wirtschafts- und Sozial-wissenschaften bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften. Dieses Angebot nutzen zurzeit rund 44.000 Studierende, davon rund 15 Prozent aus dem Ausland.