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Diese monumentale Brunnenanlage - die dem "Schmied von Kochel" gewidmet ist - befindet sich auf der Anhöhe an der heutigen  Lindwurmstraße bei der alten Sendlinger Kirche. Die Anlage wurde von der Stadt München zum Andenken an die oberbayerische Landeserhebung und Sendlinger Bauernschlacht des Jahres 1705 gestiftet. Erbaut wurde die Anlage 1906-1911 von Carl Ebbinghaus und Carl Sattler. Zum geschichtlichen Hintergrund:
Während der Regierungszeit von Kurfürst Max Emanuel von Wittelsbach (1662 - 1726) entbrennt um sein Erbe der spanische Erbfolge-krieg von 1701/04. Bayern steht an der Seite von Frankreich gegen Österreich-Habsburg. Das bayerisch-französische Heer wird 1704 besiegt; kaiserlich-österreichische Truppen besetzen Bayern.
Die Herrscherfamilie muss fliehen. Infolge der großen Bedrückung verabreden sich die Bauern des bayerischen Oberlandes, dass in der Christnacht des Jahres 1705 München wieder bayerisch werden soll. Doch der Plan wurde verraten. Mit Musketen und Kanonen gut ausgerüstete kaiserliche Truppen erwarteten die Oberländer, die mit Sensen, Morgensternen und nur wenigen Büchsen ihrem Feind unterlegen waren.
Nach erfolglosem Sturm auf München wurden die Aufständischen unter der Führung des "Schmieds von Kochel" in der "Sendlinger Bauernschlacht" von der habsburgischen Armee unter General de Wendt in der Nacht zum 25. Dezember 1705 auf unvorstellbar grau-same Weise bei Sendling hingemetzelt.
Was für die Schweizer Wilhelm Tell und für die Südtiroler Andreas Hofer war, ist für die Bayern der Schmied von Kochel.